Coronavirus in den Medien: Von Experten und «Experten»

Um über ein komplexes Thema wie die Covid-19-Pandemie berichten zu können, wenden sich Medien gerne an Experten - oder an jene, die sich dafür halten. Wer langfristig glaubwürdig bleiben will, muss die Grenzen des eigenen Wissens kennen. Und auch Redaktionen tun gut daran, offensiv zu deklarieren, was gesichertes Wissen ist und was nur Spekulation.

20. März 2020 · Servan Grüninger

Wichtig: reatch trägt unter bit.ly/reatchCOVID19 regelmässig aktualisierte Informationen zur COVID-19-Pandemie zusammen.

Der nachfolgende Ausschnitt stammt aus einem Gastbeitrag in der Medienwoche vom 12. März 2020:

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«Die wenigsten von uns haben die Zeit und das Fachwissen, um Expertenaussagen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen zu können. Diese Aufgabe fällt bis zu einem gewissen Grad den Journalistinnen und Journalisten zu. Sie sollten dem Publikum dabei helfen, irreführenden Nonsens von verlässlichen Informationen unterscheiden, und damit im Krisenfall eine Art «geistige Rettungsgasse» schaffen, damit die relevanten und verlässlichen Informationen durchdringen können. Dazu gehört insbesondere, die befragten Experten konsequent nach Quellen und Unsicherheiten fragen, diese richtig wiederzugeben und auf Zuspitzungen und Übertreibungen verzichten. Das geht auch unter Zeitdruck – die vielen lobenswerten Beispiele bei der Berichterstattung zu Covid-19 sind der Beweis.»

Den ganzen Artikel gibt es hier zu lesen.

 

 

Autor*Innen

Servan Grüninger ist Mitgründer und Präsident von reatch. Er hat seinen Bachelor mit Politikwissenschaft und Recht begonnen und seinen Master mit Biostatistik und Computational Science beendet. Neben seiner akademischen Arbeit schreibt Servan seit fünf Jahren für verschiedene deutschsprachige Medien im In- und Ausland. Für weitere Informationen: www.servangrueninger.ch.

Disclaimer

Der vorliegende Blogeintrag gibt die persönliche Meinung der Autoren wieder und entspricht nicht zwingend derjenigen von reatch oder seiner Mitglieder.