Die Einmischung von Forschenden ist nötig, aber nicht selbstverständlich

Gesellschaftliches Engagement gehört nicht zu den Kernaufgaben von Wissenschaftern und birgt persönliche Risiken. Gerade darum sollten es die Universitäten fördern.

21. Jan 2018 · Servan Grüninger

Ein Gastkommentar aus der NZZ am Sonntag:

«Die Forderung nach mehr wissenschaftlicher Intervention in der Öffentlichkeit ist zweischneidig – besonders für Wissenschafter selbst. Auf der einen Seite wird von ihnen verlangt, dass sie sich gesellschaftlich engagieren und sofort ihre Stimme erheben, wenn Fakten missbraucht werden. Auf der anderen Seite sollen sie sich nicht instrumentalisieren lassen und sich bei politischen Auseinandersetzungen strikt neutral verhalten.

Das stellt Forscherinnen und Forscher vor ein grundsätzliches Dilemma: Wer in Auftreten und Handeln rein wissenschaftlich bleibt, wird ausserhalb des akademischen Betriebs kaum beachtet, denn wissenschaftliches Schreiben und Reden ist – aus guten Gründen – nicht massentauglich. Manchmal müssen wissenschaftliche Argumente also zugespitzt werden, um die Menschen dazu zu bringen, einem überhaupt zuzuhören.

Das macht angreifbar. Wer sich als Wissenschafter pointiert äussert, scheint in den Augen der kritischen Öffentlichkeit schnell einmal im Gefechtsmodus zu sein und muss sich des Vorwurfs erwehren, politische Ideologie über wissenschaftliche Redlichkeit zu stellen. »

Den ganzen Kommentar gibt es hier zu lesen.

 

 

Autor*Innen

Servan Grüninger (26) ist Mitgründer und Präsident von reatch. Er hat einen Bachelorabschluss in Biologie, Neuroinformatik, Recht & Politikwissenschaften und einen Master in Biostatistik von der Universität Zürich. Zurzeit belegt er den Masterstudiengang in Computational Science an der EPFL in Lausanne.

Disclaimer

Der vorliegende Blogeintrag gibt die persönliche Meinung der Autoren wieder und entspricht nicht zwingend derjenigen von reatch oder seiner Mitglieder.