Wissenschafter sollen zuhören und nicht nur dozieren

Forscher glauben an die Kraft ihrer Fakten. Aber sie übersehen, dass es in der Politik mehr braucht, um zu überzeugen. Es ist Zeit, dass die Wissenschaft lernt, wie man kommuniziert.

23. Apr 2017 · Servan Grüninger

Ein Gastkommentar aus der NZZ am Sonntag:

«Nichts von dem, was wir seit Jahren vermitteln, bleibt hängen. Es ist, als rede man an eine Wand!» Der emotionale Ausruf, so gehört am Rande eines Podiums zur grünen Gentechnik in der Schweiz, ist stellvertretend für den Frust, den viele Forscherinnen und Forscher verspüren. Politikern fehle es an Faktenwissen, sie würden sich an längst überholten Informationen festkrallen und hätten generell zu wenig wissenschaftliches Verständnis. Kurz: Ideologie besiege Wissenschaft.

Eine entscheidende Wahrheit wird dabei gerne ausgeblendet: In der politischen Debatte zählen nicht nur empirisch-fundierte Aussagen und schlüssige Argumente, sondern grundsätzlich alle Anliegen, die der Bevölkerung oder bestimmten Interessengruppen wichtig sind.»

Den ganzen Kommentar gibt es hier zu lesen.

Autor*Innen

Servan Grüninger (25) ist Präsident von reatch. Er hat einen Bachelorabschluss in Biologie und Neuroinformatik und belegt zurzeit an der Universität Zürich und an der EPF Lausanne die Masterstudiengänge in Biostatistik sowie in Computational Science & Engineering.

Disclaimer

Der vorliegende Blogeintrag gibt die persönliche Meinung der Autoren wieder und entspricht nicht zwingend derjenigen von reatch oder seiner Mitglieder.