Recht haben um jeden Preis? Fakten und Fake News in Wissenschaft und Gesellschaft

Kann man überhaupt noch sinnvoll miteinander reden, wenn jeder die Wahrheit für sich reklamiert und abweichende Meinungen pauschal als falsch deklariert werden? Was können wir gegen den Missbrauch von wissenschaftlichen Informationen tun? Und wie können Laien «Fake News» von «Real News» unterscheiden?

In den USA regiert seit knapp zwei Jahren ein wissenschafts-skeptischer Showman, dem Fakten wenig bedeuten. Aber auch in Europa dominieren aufgebauschte Geschichten statt Fakten die öffentliche und politische Debatte. Die Wissenschaft will dabei alle Akteure auf ihrer Seite haben. Ihr kommt die Rolle der Kronzeugin zu und sie soll bestätigen, was Journalist*innen, Politiker*innen oder Interessenvertreter*innen für wahr halten wollen, wenn es um umstrittene Themen wie Klimawandel, Freihandel oder Migration geht.

Doch wenn jeder die Wahrheit für sich reklamiert und abweichende Meinungen pauschal als falsch deklariert werden, dann fehlt eine gemeinsame Diskussionsbasis. Wie schafft man es also, Meinungsverschiedenheiten über Fakten zielführend aufzulösen? Welche Verantwortung tragen die Wissenschaften, den Missbrauch von wissenschaftlichen Fakten zu verhindern? Und wie können wir als Laien «Fake News» von «Real News» unterscheiden?

 

Es diskutieren:

  • Dr. Sabrina Heike Kessler: Kommunikationswissenschaftlerin an der Universität Zürich zu Wissenschafts-, Krisen- und Risikokommunikation
  • Hanna Wick: Wissenschaftsjournalistin bei Einstein (SRF) und aktiv auf Twitter. Nach dem Studium der Physik arbeitete sie in den Wissenschaftsredaktionen der Neuen Zürcher Zeitung und von Radio SRF.

Moderation:

  • Servan Grüninger, Präsident reatch

 

Der Anlass beginnt mit zwei Inputreferaten, gipfelt in einer Diskussion und klingt mit einem Apèro aus. Das Podium wird organisiert von der wissenschaftlichen Ideenschmiede reatch - research and technology in switzerland zusammen mit der Fachstelle Nachhaltigkeit, Naturama Aargau, im Auftrag des Departements Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau.