Statistiken sollten Erkenntnisse schaffen, nicht Meinungen bestätigen

Wenn Politiker nach Statistiken rufen, ist Vorsicht geboten. Meist haben sie nämlich klare Vorstellungen davon, was das Ergebnis sein darf und was nicht.

10. März 2020 · Servan Grüninger

Aus einem Gastkommentar in der NZZ:

«Wer im Voraus schon zu wissen glaubt, was eine noch gar nicht existierende Statistik aussagen wird, orientiert sich nicht an objektiven Daten, sondern an der subjektiven politischen Gesinnung. Die Forderung, ‹Fakten zu schaffen›, wirkt lediglich vorgeschoben. Das eigentliche Ziel scheint zu sein, sich mehr Munition zu verschaffen für den Kampf um die politische Deutungshoheit.

Wer überzeugt ist, dass Ausländer oder Männer das Problem sind, wird hauptsächlich auf die Erfassung der Nationalität oder des Geschlechts pochen und andere Merkmale ignorieren, auch wenn diese wissenschaftlich gesehen einen grösseren Erklärungswert hätten.»

Den ganzen Artikel gibt es hier zu lesen.

Autor*Innen

Servan Grüninger ist Mitgründer und Präsident von reatch. Er hat seinen Bachelor mit Politikwissenschaft und Recht begonnen und seinen Master mit Biostatistik und Computational Science beendet. Neben seiner akademischen Arbeit schreibt Servan seit fünf Jahren für verschiedene deutschsprachige Medien im In- und Ausland. Für weitere Informationen: www.servangrueninger.ch.

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Der vorliegende Blogeintrag gibt die persönliche Meinung der Autoren wieder und entspricht nicht zwingend derjenigen von reatch oder seiner Mitglieder.