Energie

Energie

Das hiesige Energiesystem steht vor einer grundlegenden Umwälzung: Zum Schutz des Klimas hat sich die Schweiz im Rahmen des Kyoto-Protokolls dazu verpflichtet, bis 2020 Treibhausgasemissionen um 20% zu verringern und sich damit von fossilen Brennstoffen abzuwenden. Zudem hat der Bundesrat nach dem Reaktorunfall in Fukushima den Atomausstieg bis 2035 beschlossen. Für mehr als 40% der heutigen Elektrizitätsproduktion muss daher ein klimafreundlicher Ersatz gefunden werden.

Die Arbeitsgruppe "Energie" präsentiert Lösungsvorschläge, die über das Mantra von Energieeffizienz, Solarstrom und Windenergie hinausgehen, und befasst sich mit drohenden Problemen, die (noch) nicht auf der politischen Bühne debattiert werden. Damit möchte die Arbeitsgruppe Stellung nehmen zu konkreten Fragen, welche in der Diskussion um unseren Umgang mit Energie unvermeidlich auftauchen:  Wie kann beim Einsatz minutengenauer Stromzähler (sog. Smart Meter) und der Auswertung des Verbrauchsverhaltens die Privatsphäre von Stromkonsument*innen gewahrt werden? Warum sieht die „Energiestrategie 2050“ vor, dass bis zu 10% des Energiebedarfs durch Geothermie gedeckt werden muss, obwohl zwei Grossprojekte in Basel und St. Gallen kläglich gescheitert sind? Was passiert, wenn die Schweiz an sonnigen Tagen mehr als genug Solarstrom produziert, an bewölkten Tagen Strom jedoch aus den Nachbarländern importieren will bzw. muss?

Die Arbeitsgruppe "Energie" verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der sich ausgehend von der technischen Machbarkeit der Energiewende ebenfalls mit den gesellschaftlichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Umbau der Energieversorgung auseinandersetzt.

Verantwortlich

  • Adrian Hauswirth und Selina Knöpfli